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Sonderwirtschaftszonen

Sonderwirtschaftszonen sind geographische Gebiete mit liberaleren Gesetzen als die typischen Landesgesetze. Hauptziele sind die Förderung des Handels (v.a. des Exports) und die Steigerung der ausländischen Direktinvestitionen.

Special Economic Zones (SEZ)

Eine der ersten Economic Zones in Asien wurde im Jahre 1965 in Kandla errichtet. In den folgenden Jahren wurden 7 weitere Exporthandelszonen (Export Processing Zones, EPZ) in Indien gegründet. Mit der Modernisierung der Sonderwirtschaftszonen im April 2000 wurden die Export Processing Zones in Special Economic Zones umgewandelt. Im Jahre 2005 wurde dann das Gesetz für die Sonderwirtschaftszonen (Special Economic Zones Act, 2005) eingeführt.

Ziele

  • Schaffung von zusätzlicher wirtschaftlicher Aktivität;
  • Exportförderung von Waren und Dienstleistungen;
  • Investmentförderung von in- und ausländischen Quellen;
  • Bildung von Arbeitsplätzen;
  • Entwicklung von infrastrukturellen Anlagen;
Vorteile der SEZ für die Unternehmen

  • Keine Importabgaben und –lizenzen;
  • Steuerferien (tax holiday; 5 Jahre 100%, 2 Jahre 50%);
  • Freistellung von der Sales Tax, Service Tax, State Sales Tax und anderen Gebühren;
  • Ausländischer Kapitaleinstieg bis zu 100% möglich;
  • Branchenbezogene Subventionen;
  • Inländischer Abverkauf ohne Einschränkungen;
  • Beschäftigung von Subunternehmern möglich;
  • Reduzierte Kosten für Infrastruktur, Personal, Kapital und Rohmaterialien;

Die Special Economic Zones konnten sich in den letzten Jahren gut etablieren und stellen eine treibende Kraft im Bereich der Exportförderung dar. So konnten die Sonderwirtschaftszonen im Wirtschaftsjahr 2007/2008 ein Wachstum von 92 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die SEZ wurden für fast alle Sektoren, vor allem aber für die Bereiche Edelsteine, Elektronik, Software, Biotechnologie und Textil eingeführt. Neben den staatlichen Special Economic Zones gibt es eine Vielzahl an privat gegründeten Sonderwirtschaftszonen.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite „Special Economic Zones in India“ des Ministeriums für Industrie- und Handel (Ministry of Commerce and Industry).

Software Technology Parks (STP)

Das Konzept der Software Technology Parks (STP) wurde vom Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie (Ministry of Communication and Information Technology ) 1991 eingeführt. Das Hauptziel dieser Initiative ist ebenfalls die Exportförderung und es ist auch möglich einen privaten STP in ganz Indien zu gründen. Mittlerweile haben sich mehr als 8000 Firmen in den indischen Software Technologie Parks angesiedelt.

Ziele

  • Förderung, Unterstützung und Verstärkung der indischen Softwareexporte;
  • Ausbildung von Fachkräften und Bereitstellung von Arbeitsplätzen;
  • Die STP sollen einen Beschleuniger und Katalysator für die hohen
  • Wachstumsraten des Softwareexports in Indien darstellen;
Vorteile der STP für die Unternehmen

  • Ausländischer Kapitaleinstieg von bis zu 100 % möglich;
  • Zollfreier Import von Hard- und Software;
  • Minimum an Vorschriften und Regelungen;
  • Reduzierte Kosten für Infrastruktur, Personal, Kapital und Rohmaterialien;
  • Gründung eines STP duch ein Unternehmen ist in ganz Indien möglich;
Hauptzentren der Software Technology Parks


Weitere Informationen über die Software Technologie Parks (STP) finden Sie auf der Internetseite „Software Technology Parks of India“ des Ministeriums für Kommunikation und Informationstechnologie (Ministry of Communication and Information Technology).


Neben den Special Economic Zones und den Software Technology Parks existieren weitere Konzepte solcher Sonderwirtschaftszonen, welche auf die Förderung anderer Wirtschaftssektoren gerichtet sind. Beispielsweise sind Bio-Technology Parks (Btps) und Electronics Hardware Technology Parks (EHTP) vorhanden.


(Quellen: sezindia.nic.in/, stpi.in, aquamcg.com/, stpm.soft.net/Invch.htm, india.gov.in/sectors/commerce/sezs.php)

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